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Samstag, 24. Juni 2017

Bondora im 1. HJ 17

Weiterhin steht mein größter Posten P2P-Anlagen bei Bondora. Allerdings investiere ich schon sehr lange kein neues Kapital mehr und habe inzwischen etwa 20% des ursprünglichen Einlagebetrags abgezogen. Das deckt gut die Steuern, die ich für die Anlagen dort bezahlen musste.

Etwa das zehnfache meiner Einlage hatte ich in Anteile angelegt. Natürlich nicht gleichzeitig. Pro Monat gehen ca. 10-15% an neue Anlagen, meist auf dem Zweitmarkt, und etwa die gleiche Summe kommt über Verkäufe und Rückzahlungen wieder herein.

Die Summe meiner ausgefallenen Kredite ist in den letzten Monaten mehr oder weniger konstant geblieben. D.h. die Rückzahlungen und Verkäufe gleichen Neuausfälle und Käufe in etwa aus. Käufe waren es in diesem Jahr runf 1,7k mit einem Abschlag von knapp 50% im Schnitt. Hinzu kommt eine etwas größere Summe an bereits wieder verkauften Anteile (die zum Teil erst in diesem halben Jahr ausgefallen sind), diese Geschäfte gingen in der Summer erstaunlicherweise exakt mit 0 Gewinn/Verlust auf.  Auch ältere ausgefallene Kredite habe ich verkauft. Dabei fiel ein Verlust von gut 500€ in diesem halben Jahr an.

Diese Verluste sind natürlich mit den restlichen Zweitmarktgeschäften zu verrechnen. Übrig bleiben etwa 400€ an Gewinn in diesem Halbjahr. Das ist deutlich weniger als letztes Jahr.


Die von Bondora angezeigte Rendite sinkt erstmals unter 25%. Das liegt natürlich an den hohen Ausfällen, die ca. 60% meines Portfolios ausmachen und von denen etwa 1/3 des ausstehenden Kapitals hätte zurückbezahlt werden müssen (nach den tatsächlichen Rückzahlungen). Ein weiterer Grund liegt an den DCA-Gebühren, die in diesem Jahr schon 850€ ausmachen. Ohne diesen wäre meine Rendite angestiegen.

In diesem Halbjahr habe ich 2200€ an Zinsen vereinnahmt, fast dieselbe Summe (nach Gebühren) kam von ausgefallenen Krediten, rund das Doppelte an Tilgungen.

Meine prognostiziere Rendite vor Steuern liegt unter Berücksichtigung von Abschreibungen bei etwa 15% p.a.

Mein Zeitaufwand ist deutlich geringer geworden. Das liegt an den Bots, die mittlerweile den Zweitmarkt in dem für mich interessanten Sektor völlig beherrschen. "Gute" Kredite mit Abschlag sind nur noch sehr sehr selten zu finden. Kredite zu pari kaufe ich automatisiert. Auch auf dem Erstmarkt kaufe ich nur per Bot. Praktisch alle Käufe gehen sofort wieder auf dem Markt, mit einem recht kleinen Aufschlag von in der Regel 1-3%. Auch davon das meiste automatisiert.

Ich habe wieder recht viel Programmieraufwand betrieben. Das Interesse von anderen hält sich erstaunlichweise sehr in Grenzen. Obwohl meine Tools sehr ausgereift sind (der Zweitmarktbot ist allerdings gerade under construction), ist praktisch niemand bereit, einen Betrag im unteren zweistelligen Bereich zu investieren, um sich viel Zeit zu ersparen. Stört mich nicht. Das was da reinkommt, deckt den zusätzlichen Aufwand sowieso nicht. Manchmal kamen allerdings interessante Ideen. Mein "Baukasten" ist inzwischen soweit, dass ich auch Wunschideen umsetzen konnte. Auch das als Hobby und nicht weil die Zeit angemessen bezahlt würde.

Schade ist, dass Bondora dauert Änderungen vornimmt. Davon sind praktisch keine zum Vorteil des Anlagers. Wer naiv an die Sache herangeht, wird bei Bondora keine Gewinne machen können. Wer bereit ist Zeit zu investieren und das System durchschaut, kommt nach meiner Meinung nach auf gut zweistellige Gewinne. Wobei sich ein ganzer Klumpen an ausgefallenen Krediten ansammelt. Damit muss man leben können. Und einiges davon kommt ja wieder zurück. 

Wer noch nicht bei Bondora registriert ist möchte sich vielleicht folgendes Angebot ansehen.


Donnerstag, 15. Juni 2017

Mintos, Swaper, Twino

Natürlich gibt es weitere P2P-Plattformen mit gleichem oder ähnlichen Format, aber das sind die drei, in die ich bislang investiert habe. Mit allen drei war ich soweit sehr zufrieden.

Mintos

war die erste P2P-Plattform der drei, ich die ich investiert habe. Anfangs waren es ausschließlich besicherte Hypothekenkredite mit recht langer Laufzeit und zum Teil sehr hohen Zinssätzen > 15%. Rasch kamen mit Automobilen besicherte Kredite hinzu, dann wurde die Buyback-Garantie für Kredite mit 60+-Tagen in Verzug erstmalig eingeführt. Seither hat sich viel geändert und ständig kommen neue Anbieter unter dem Mintos-Dach hinzu. Dabei gibt es viele, zum Teil undurchsichtige Verflechtungen mit der Minto-Mutter.
Durch die Vielzahl an Angeboten ist das ganze etwas unübersichtlich geworden, andererseit hat man natürlich auch eine große Auswahl. Ich habe mich auf Kreditanteile mit kurzen Laufzeiten, BuyBack und Zinsen mit 11%+ spezialisiert.
Das klappt (inzwischen wieder) hervorragend. Alle wird automatisch reinvestiert. Bis heute keine Ausfälle und eine Rendite von rund 12%. Nachdem ich vor einem knappen Jahr einiges Geld abgezogen hatte, bin ich nun gerade dabei, mein Investition wieder aufzustocken.


Swaper

war bei mir von Abfang an ein Supererfolg. Ich habe recht schnell 5k einbezahlt um auf die 2% Bonuszinsen zu kommen und so auf 14% Rendite. Außer am Wochenende funktioniert das Autoinvest ziemlich gut und ich muss mich um nichts weiter kümmern.
Die Webseite ist zwar ziemlich häßlich und einige wünschenswerte Funktionen fehlen, aber für Faule ist swaper eine ideale Anlageplattform.

Twino

ist leider ziemlich überrannt so das das Autoinvest nicht mehr wirklich klappt. Auch hat man die langlaufenden Kredite von BuyBack auf PaymentGarantie umgestellt, so dass man ggf. zwei Jahre lang an ausgefallene Kredite gebunden ist, diese kann man nämlich nicht mehr verkaufen. Im Moment gibt es allerdings immer mal wieder Kurzläufer zu 11%. Ich habe hier alle lange laufenden Kredite verkauft und etwa ein Drittel mein Einlagen abgezogen. Die beiden andren Plattformen gefallen mir gerade besser.

Alle drei Plattformen haben einen Zweitmarkt, so dass ein vorzeitiger Ausstieg möglich ist. Kredite ohne Verzug verkaufen sich in der Regel innerhalb weniger Minuten bis Stunden.

Man sollte sich natürlich auch der Negativpunkte bewusst sein, die für alle drei Plattformen gelten:
  • Das Plattformrisiko ist beträchtlich. Im Fall einer Insolvenz ist das angelegte Geld nur sehr schwer zurückzuholen
  • Die von den Kreditnehmern verlangten Zinssätze sind dramatisch höher als das, was die Anleger bekommen. Man beteiligt sich im am Kapitalismus in seiner reinsten Form.
Logisch, zweistellige Zinssätze bedeuten zwangsläufig hohes Risiko. Wer sich dessen nicht bewusst ist hat das Prinzip nicht verstanden. Man sollte also nicht  seine komplette Altersvorsorge hier investieren. Als Beimischung und eher kurzfristig abziehbare Anlage allerdings für mich empfehlenswert.

Samstag, 3. Juni 2017

Lesefutter..

Obama hat's getan und Zuckerberg und beide waren begeistert...
Die Rede ist von der chinesischen Trilogie aus den späten Nullerjahren, die inzwischen komplett auf englisch vorliegt und der erste Band auch auf deutsch "The Three Body Problem" von Cixin Liu.

Vorsicht, dafür braucht ihr Zeit. Das ganze Epos hat weit über tausend Seiten und man muss zum Teil schon recht aufmerksam lesen um nicht nur dem Hauptplot folgen zu können.

Ich habe bislang die ersten beiden Bände gelesen und freue mich auf den dritten, der wohl den ganzen Plot nochmal ganz herumreisst denn eigentlich ist gerade schon ein gutes Ende erreicht.

Die Menschheit verdient ihre Vernichtung

So könnte man den ersten Band zusammenfassen. Die Bedrohung kommt von außen, aus einem benachtbarten Sonnensystem, kosmisch gesehen ein enger Nachbar, dennoch eine Entfernung, die selbst für eine fortgeschrittene Zivilisation erst in Jahrhunderten zu überwinden ist.

Nicht nur nebenbei geht es aber um die Vergangenheit der chinesischen Gesellschaft, genauer die Kulturrevulution und deren Auswirkung auf kommende Generationen.

Liu schreibt "harte" SF und natürlich setzt er Prämissen, die unseren (momentanen) physikalischen Erkenntnisse widersprechen. Dennoch ist die Story in sich stimmig und man kann diese Annahmen gut akzeptieren.

Ein Teil des Wallfacer-Plans

Die weiteren Bände sind wie gesagt erstmal nur auf englisch vorhanden. Auf den ersten Seiten sollte man sich, auch wenn man den Sinn zu nächst nicht versteht, sehr gut konzentrieren, sie spielen später eine entschiedende Rolle. Obwohl ich nicht der Held des Englischen bin, konnte ich dan Roman gut verstehen (allmählich sammle ich Praxis), einzig mit den chinesischen Namen hatte ich immer mal wieder Schwierigkeiten.

Die Bücher sind sehr spannend geschrieben, auch wenn einem das Abtriften ins philosophische mitunter arg auf die Geduldsprobe stellt. Liu schreibt witzig und bringt immer wieder überraschende plot twists. Ich liebe solche Universen, die in sich stimmig sind und umfangreich ausgearbeitet. Schließlich geht es über 200 Jahre in die Zukunft.

Jetzt freue ich mich auf den dritten Band. Hier gibt es die Bücher bei Amazon (als ebooks oder echte Bücher):

Büchern von Liu von mir eine deutliche Empfehlung.

Näheres auch unter http://www.tor.com/2015/07/06/you-should-know-what-the-fermi-paradox-is-before-reading-the-dark-forest/