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Dienstag, 6. Dezember 2016

Deutsche Mikroinvest - der Pleitensammler

Manchmal muss man sich eine blutige Nase holen. Oder, finanziell gesehen, einen Totalverlust einfahren. Aus Fehlern wird man klug, heißt es. Meistens leider nur aus den eigenen.
Kurz gesagt: Finger weg von den Anlagen der Deutschen Mikroinvest. Die Zinsen spiegeln hier in keinster Weise das Ausfallrisiko wider, und mit Nachrangdarlehen ist man natürlich alles aller erster sein Geld los.
Die dort beworbenen Unternehmen sind höchst riskant und eine Insolvenz scheint mir eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Schade, einige Firmen hatten mir von der Geschäftsidee recht gut gefallen.

Dt Mikroinvest kümmert sich nach der Zeichnung um überhaupt nichts mehr. So bleiben bei den Investitionen reihenweise die zugesagten Quartalsinformationen aus, ohne dass man - selbst auf Nachfrage - sich um Abhilfe kümmert. Irgendwann kommt dann mal die Information, dass das Unternehmen längst insolvent ist.

Dass Pleiten bei Startups passieren ist selbstverständlich. Und dass man nicht mit jeder Anlage Gewinn machen wird, auch. Hier allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man als Anleger überhaupt im Mittel sein Geld zurück bekommt. Mein Rat: Finger weg.

Kommentare:

  1. Thanks. Genau solche Kommentare sind für mich wichtig.

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  2. Schön, dass du deutliche Worte findest. Ich habe erst vor Kurzem angefangen, mich mit aktiveren Invests zu beschäftigen als nur ETFs. Die deutsche Mikroinvest war interessant für mich, gerade das Projekt mit den Pangea Algen.

    Leider krebst mein Antrag und Legitimierung schon seit Wochen bei denen rum. Genug Zeit, dass ich mich nach Alternativen umsehen konnte. Werde in der Zukunft mal nach P2P Möglichkeiten forschen.

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  3. Hallo,
    Ich habe mit der deutschen Mikronesien auch teils schlechte Erfahrungen gemacht. Gerade ist DENO pleite gegangen. Ein anderes über die Plattform finanziertes Startup steckt seit Monaten in Schwierigkeiten, ich habe das investierte Geld innerlich schon abgeschrieben. 2 andere Investments laufen bisher problemlos.
    Ich kann nur allen an Crowdinvesting interessierten raten, jeweils nur die Mindestsumme pro Startup anzulegen um breit zu streuen,insgesamt nur einen kleinen Teil seiner Investments in sowas zu stecken und die einzelnen Projekte bzw. Startups genau zu prüfen. Würdest du Granatapfel Saft kaufen? Würdest du dein Geld einer Firma anvertrauen, die nur Granatapfel Saft verkauft? Ich nicht, viel zu einseitig nur so eine kleine Lücke zu besetzen. Das mit dem Saftladen war tatsächlich mal ein Angebot auf Deutsche Mikroinvest.
    LG
    Julia (Finanzblogleserin)

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