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Dienstag, 14. Februar 2017

Bondora nähert sich wieder der Realität

Schon öfter wurde hier angesprochen, dass Bondora recht eigentwillige Interpretationen in Bezug auf Statistiken z.B. bei Ausfällen pflegt. In der Regel welche, die das Depot weit besser aussehen lassen, als dies die meisten von uns sehen würden.

Diese Woche hat man hier wieder ein wenig zurückgerudert. Zwar ist die "neue alte" Grafik erst nach einer aktiven Umstellung der Ansicht möglich, aber immerhin...

Das Bild dürfte, wie bei mir, bei vielen von der Farbe Rot dominiert werden:

Fast die Hälfte aller Anlagen ist "ausgefallen" bzw. seit mehr als 60 Tagen überfällig.

Auch diese Form der Darstellung widerspiegelt nicht unbedingt die Realität am Ende. Immerhin hat Bondora eine sehr gute Inkassoquote. Knapp die Hälfte meiner "roten" Kredite zahlen mehr oder weniger regelmäßig. Tilgung und zunehmend auch Zinsen aus Inkassozahlungen machen mittlerweile einen erklecklichen Teil meiner monatlichen Einnahmen aus.

Leider führt auch die Gebühr von i.d.R. 35% auf alle Inkassozahlungen inzwischen zu deutlich geminderten Erträgen. Ob diese Änderung wirklich für die Anleger einen Vorteil darstellet, da es mehr Inkassozahlungen gibt, kann ich noch nicht erkennen. Auch kommt es mittlerweile immer mal wieder und ohne erkennbaren Grund (der liegt vermutlich schon vor) zu Komplettabschreibungen ausstehender Restsummen. Auch oder gerade bei Kreditnehmern, die immer mal wieder bezahlt haben. Vermutlich irgendwelche Deals. Etwas Transparenz wäre auch hier wünschenswert, das Vorgehen selbst muss nicht schlecht sein. Im Vergleich zu FC oder auxmoney kommt ja deutlich mehr aus Inkasso wieder beim Kreditgeber an.

Und dass Ausfälle bei Zinssätzen von 10%, 20% und deutlich darüber zur Tagesordnung gehören sollte ja jedem Anleger klar sein. Jede am Ende vor Steuern noch zweistellige Rendite im heutigen Umfeld ist ja irgendwie ein kleines Wunder.

Ja ich weiß. Twino, snaper & Co. Aber die ticken ganz anders. Bei Bondora ist jeder Kredit mit Zinsen hinterlegt, die direkt an den Anlieger fließen. Man finanziert also eine Person und nicht wie dort nur die Kapitalgeselschaft selbst.

Ach so: die Grafiken findet man im Statistik-Abschnitt seines Kontos. Man kann die Darstellung über das Zahnrad auswählen und konfigurieren. Mein plugin konnte das schon viel länger. Und siehe da - die Werte stimmen überein.

Dasselbe gilt übrigens für die untere Grafik, deren Sinn sich bislang für mich noch nie erschlossen hatte. Jetzt sieht da zwar nicht schön aus, aber zumindest realistisch:


Die zurückbezahlten Anteile sind hier ausgeblendet, weil sie von den verkauften völlig überlagert werden.

Sonntag, 12. Februar 2017

Currencyfair jetzt mit 45€ Bonus ausprobieren!

Die Sonderaktion geht heute leider zuende. Ab morgen gibt es wieder "nur noch" 30 Euro Bonus.


Wie schon berichtet, benutze ich www.currencyfair.com um Geld nach GB zu überweisen und dort z.. bei ablrate oder moneything anzulegen. Auch andere Plattformen wie savingstream haben gute Beurteilungen.

Der Transfer geht sehr einfach: Euro überweisen, sofort zum aktuellen Kurs tauschen oder Wunschkurs einstellen und (evtl. vergeblich) warten, nach Erfolg Geld an Endadressaten überweisen.
Geht alles sehr fix.

Für den ersten Vorgang entfällt nun für das nächste Mal nicht nur die Umtauschgebühr, sondern es wird (bis zum Valentinstag) sogar ein Bonus von 45€ (normalerweise 30€) obendrauf gelegt. Das sind bezogen auf die notwendig erforderliche Mindestüberweisung für diesen Deal (400€ Transfer) schon über 10% - das federt das Wechselkursrisiko ganz gut ab.

Also nochmal das ganze Procedere:
1. Über den Link bei CF anmelden.
2. Daten eingeben. Zur sicheren Zwei-Wege-Authentifizierung benötigt man ein Handy (SMS).
3. Sein eigenes Konto eintragen und per SMS bestätigen.
4. Überweisung eintragen und dann tätigen. Geldeingang abwarten.
5. Währendessen Dokumente hochladen (Ausweiskopie und z.B. Kontoauszug mit Adresse).
6. Wenn Geld angekommen, dieses tauschen. Entweder zum aktuellen Kurs oder (mache ich immer) ein paar zentel Ct höher per Limit. Warten bis eine Mail kommt, die den Umtausch bestätigt.
7. Das Zielkonto (z.B. moneything) eintragen (SMS).
8. Dort die Überweisung ankündigen oder auf jeden Fall die Referenz feststellen (Überweisungszweck) so dass die Überweisung zugeordnet werden kann.
9. Das Geld jetzt überweisen. Das kostet z.B. 2,50L
10. Falls die erste Transaktion über 400€ war, gibt es nun eine Freiüberweisung & 45€ (nach dem Valentinstag vermutlich wieder 30€) Cash.

Das nächste Mal entfallen natürlich einige der Schritte. Dann nur noch 4., 6., 8. & 9.

Voraussetzung für die Prämie ist, dass man sich über einen Referallink anmeldet, z.B. diesen: https://www.currencyfair.com/?channel=RIFLZ1.
Natürlich gibt es für den Werbenden (in diesem Fall mich) den selben Bonus.

Trotzdem empfehle ich nichts, was ich nicht selbst verwende und von dem ich überzeugt bin. Moneything & currencyfair gehören da auf jeden Fall dazu.
Von anderen Partnerprogrammen habe ich mich ja längst verabschiedet, da ich dort selbst nicht mehr investiere.

Wegen Nachfrage hier der Link zum Bonsuprogramm:
https://www.currencyfair.com/rafland/?channel=RIFLZ1 es funktioniert.

Samstag, 11. Februar 2017

Bondora: ein neuer Bot für den Erstmarkt

Nachdem es kaum noch möglich ist, händisch am Erstmarkt von Bondora zu bieten, wenn man nicht gerade ständig vor der Kiste lauert, habe ich ein neues Plugin für Firefox geschrieben, was für mich bietet, solange der Rechner läuft.



Obwohl ich viele Routinen wiederverwenden konnte, war es wieder ein ganzes Stück Arbeit, bis alles alles so funktionierte, wie es sollte.

Das Ergebnis sieht im Moment so aus:


Die Regeln werden über das CONFIG-Menu von Hand eingegeben/aus der Vorlage editiert. Pro Regel sind mehrere Einstellungen möglich, pro Regel können auch mehrere gebote auf einmal abgegeben werden.

Die Regeln werden dann von oben nach unten abgearbeiten, der erste Match setzt sich durch und alle weiteren werden ignoriert. Das Abarbeiten der Regeln kann man sich anzeigen lassen, wenn man per Doppelklick auf About den Debug-Modus aktiviert.

Auf jeden Kreditnehmer wird pro Tag höchstens einmal geboten (oder bis zum Neustart des Plugins). Alle 5 Minuten findet ein Suchlauf statt. Da die Gebote mindestens 10 Minuten eingestellt bleiben und der Gebotszeitraum nach Aussagen von Bondora keine Rolle spielt, sollte das genügen.

Und der Bot bietet erfolgreich. Auch wenn viele Gebote am Ende nicht gewinnen. So habe ich z.B. heute folgende Loans ergattert:

... und da sind schon drei weitere A-Loans sofort mit 2% Aufgeld weggegangen.

Wer das mal ausprobieren will, kann sich eine Freeversion unter https://dl.dropboxusercontent.com/u/30033839/bondorahrsnapper-0.9.9.17.02.15free-fx.xpi
herunterladen. Einzige Einschränkung sind maximal vier Regeln.

Diskussion dazu gerne. Am besten im p2p-Forum unter
http://www.p2p-kredite.com/diskussion/oktaeder-firefox-plugin-bot-thread-t4724.html

Donnerstag, 26. Januar 2017

Riskante Spielchen bei Bondora

Alles wiederholt sich. Und wer lange genug dabei ist, erkennt gewisse Muster wieder. Viel Kapital, wenig (auswählbare) Anlagemöglichkeiten - ideale Situation für Finanzhaie, die als Zwischenhändler agieren.
Dazu muss man zunächst ein bisschen smarter sein als der Rest der Welt. Und natürlich risikofreudiger. Und man benötigt einiges an Cash. Dann kauft man auf dem Erstmarkt - also zu pari - jede Menge Kredite, von denen man sich sicher ist, sie wieder los zu werden. Nach Möglichkeit natürlich mit Aufgeld.
So kommt es, dass (mal wieder) kurz nachdem ein Kredit auf den Markt kam, dieser in kleinen Teilen mit verschiedenen Aufgeldern von 1%-40% auf dem Zweitmarkt zu finden ist. Und zwar viele Teile. Bis zu 100 habe ich feststellen können. Natürlich in relativ kleinen Stücken, 5€ bis ca. 30€, also gut verkäuflich.

Das ist jetzt nichts per se schlechtes oder verwerfliches - der Erstkäufer trägt schließlich ein erhebliches Risisko. Denn irgendwann, das hat auch die Vergangenheit gezeigt, ist der Markt dann doch gesättigt und dann bleibt er auf seinen ganzen Anteilen sitzen. Die er in dieser Menge gar nicht wollte, vermutlich. Dann ist zum einen die Liquidität weg, zum anderen fallen die vielleicht gleich bei der ersten Zahlung aus. Dumm gelaufen.

Noch gibt es ein tolles Sicherheitsnetz: diese wenig smarten Portfoliomanager kaufen alle grünen, kleinen Anteilte auf dem Zweitmarkt mit Abschlag oder zu pari sofort auf. So bleibt, im Moment, das Risiko auf ein paar Wochen unverzinste Anlagezeit begrenzt.

Aber darin wiederum liegt dann der Vorteil des Käufers. Er kann nicht nur in Ruhe den Anteil aussuchen, den er aus welchen Gründen auch immer gerne hätte, sondern er bekommt die erste Zinszahlung ggf. auch sehr viel schneller. 6 Wochen bei 16% Zins sind dann schon die 2% Aufgeld wieder eingespart (falls der Verkäufer so bescheiden bleibt).

Ich agiere auch so (als Verkäufer), aber ich kaufe prinzipiell nur von den Krediten, die ich haben will, ein paar mehr. Das sind dann also (aus meiner Sicht) gute Kredite - die man auch gut und mit gutem Gewissen mit einem kleinen Aufschlag verkaufen kann. Wenn nicht, auch kein Problem. Ich bin so breit gestreut aufgestellt, dass mir auch mal 100-150€ in einen einzigen Kredit nicht schaden. Bei smava früher, da hatte ich ganz andere Summen auf eine Karte gesetzt...

Ach ja - bleibt die Frage, wie kommt man eigentlich an solche Kredite? Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder per PM. Dann muss man darauf achten, dass die Stückelung recht klein bleibt (macht zwar nachher mehr Arbeit beim Einstellen, lohnt sich aber).
Die Alternative, die ich zumeist nutze, ist per API zu bieten. Dazu kann man sich einen Bot schreiben (ist mir zu riskant ob der immer das richtige heraussucht) oder eben von Hand bieten. Und höhere Gesamtgebote erhöhen die Chance auf einen Zuschlag.

Allerdings ist recht schnell sehr viel Kapital gebunden. Damit sollte man rechnen.

Sonntag, 15. Januar 2017

Investieren bei swaper

Swaper ist eine relativ neue Kreditrefinanzierungsplattform in Lettland und in weiten Teilen ein Klon der erfolgreichen Plattform twino. Seit dem Herbst 2016 können hier Anleger paydayloans (=hochverzinste Kredite mit einer Laufzeit von wenigen Wochen) refinanzieren.
Die Kredite stammen alle aus Polen und Georgien (weitere Länder sind in der Planung) und die Kreditvergabe erfolgt über http://www.wandoofinance.com/, die wohl schon einige Jahre auf dem Markt sind.

Der Zinssatz für die Anleger beträgt im Moment 12% p.a. für alle Kredite (für Premiumanleger, im Moment ab 5000€ Anlagesumme, sind es sogar 14%). Alle Kredite sind garantiert, d.h. spätestens einen Monat nach der Fälligkeit des Kredits bekommt der Anleger sein Kapital+bis dahin angefallene Zinsen zurück ("Buyback"). Swaper selbst übernimmt diese Garantie.

Die Anmeldung, das Überweisen von Geld per IBAN sind sehr einfach. Bislang zahlen nur knapp die Hälfte meiner Kreditnehmer pünktlich. Einige zahlen ein paar Tage später, andere verlängern das Darlehen und zahlen erstmal nur Zinsen, andere gar nicht. In einigen Fällen hat die Garantie gegriffen.

Anlagen sind ab jeweils 10€ möglich und weitgehend automatisierbar. Das Webinterface ist recht spartanisch und viele Funktionen fehlen noch (z.B. Zuordnung der Zinsen, Sortiermöglichkeiten, Auswertungen...) Es gibt auch eine APP, die in Zukunft deutlich ausgebaut werden soll.

Wie auch bei twino gelten dieselben pros und cons:
+ ordentliche Rendite
+ einfache Handhabung, keine Kreditvorauswahl notwendig
+ Kapitalgarantie
+ kurze Laufzeiten, hohe Liquidität (Kredite ohne Verzug können sehr zügig verkauft werden)

- Totale Abhängigkeit vom Wohlergehen swapers
- Moralisch fragwürdige Anlage bei Zinsen von weit über 100% p.a. für die Kreditnehmer
- junges Unternehmen mit den für Startups üblichem Risiko

Wer sein bisher bei twino angelegtes Geld auf beide Plattformen verteilt, verschlechtert sich aus meiner Sicht auf keinen Fall. Wer hohe Summen anlegt, steht natürlich ganz schön im Risiko.

Weitere interessante Hintergrundinformationen findet man (auf englisch) unter http://www.investitin.com/swaper-com-review-interview/.