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Mittwoch, 2. August 2017

Meide Funding Circle!

So langsam kommt die bittere Wahrheit ja doch ans Licht. Anleger der ersten Stunde haben bei Funding Circel massiv draufgelegt. Man hat uns anfangs ja ganz schön gelockt mit angeblichen 0% Ausfall und Spätzahlungen - worauf zencap gerne weiterempfohlen wurde. Das war leider kein guter Rat unter Freunden, wenn dann so etwas dabei herauskam:


Leider kein Einzelfall. Auch wenn man aus drei Krediten (der letzte wurde übrigens nach wenigen Monaten zurückbezahlt und hat somit auch kein echtes Geld eingebracht) noch nicht allzusehr verallgemeinern sollte, das Rating war einfach nur hundsmisserabel.

Bis heute kein Wort der Entschuldigung oder ein kleines Angebot einer Kompensation. Bis heute gibt man nicht wirklich zu, dass man a) die Anleger anfangs hinsichtlich der Spätzahlungen getäuscht hat, dass b) massive Verluste der Anfangsanlagen vorliegen.

Die Statistiken geben zwar auch schon einen Verlust preis und man spricht davon, dass man "umgesteuert hat, nachdem die hohen Erwartungen von Funding Circle nicht erfüllt wurden". Nützt uns nichts. Zum Glück wurde in diesem Beispiel nicht weiter investiert, droht doch ein Verlust von 50% der Anlagesumme bei Investition in die beste Bonitätsklasse!

Mein guter Rat lautet heute (und das schon seit über einem Jahr): sucht euch eine andere Anlage. Einer solchen Firma kann man nicht trauen, da kann das Marketing noch so viel erzählen. Auch die Zahlen der nachfolgenden Jahre sehen nicht so gut aus, wie man uns weiß machen will. Auch bei dem Depot oben war ja zunächst alles in Ordnung. Die Ausfälle kommen noch.

Meine letzte und auch nur halbherzige Empfehlung ist übrigens vom April 2015 und spätestens seit 2016 habe ich abgeraten. Davon bringt mich auch keine Werbeprämie ab.

Dienstag, 1. August 2017

Sommerpause bei den P2P-Anlagen

Anfang August. Schwüle Hitze, Gewitter. Sommerferien. Wie schön, dass man selber nicht arbeiten muss, aber dank passiven Einkommens das Geld für einen arbeitet.
Doch dieses Geld kommt ja ebenfalls von Menschen, und auch die scheinen etwas imHitzestau zu stecken. So klemmt es teilweise ganz schön mit den pünktlichen Zahlungen.

Nichts Neues bei den deutschen Plattformen. Funding Circle hat ein paar alte Raten aufgetrieben, dafür sind neue in Verzug. Und da geht es nur ganz selten um wenige Tage. Von denen würde man ja gar nichts mitbekommen, im Vertrag steht der 15. und FC lässt sich ja sowieso bis zum 26. Zeit. Bei lendico, auxmoney und smava ist längst alles entschieden und so gut wie zurückbezahlt. Da schaue ich schon gar nicht mehr auf die Details.

Swaper, twino und mintos interessieren mich diesbezüglich auch nicht. Zwar sind die Zahlungen an individuelle Kredite gekoppelt, dank buyback übernimmt im Zweifelsfall allerdings die Gesellschaft. Das ist im echten Sinn sowieso nur am Rande p2p.

Bondora hat zum Monatsende gerade noch die Kurve bekommen, nur etwa 2% fehlen bis zur Monatsprognose. Die gab es im Juni locker zuviel. Insgesamt sieht die Kurve inzwischen recht glatt aus:

Auch die Zahlungen aus dem Inkasso schwanken zwar, sind aber recht zuverlässig.

Bei Estateguru wurde zum Einen eine Zwangsmaßnahme abgewendet und drei Monatsraten bei einem Kredit nachbezahlt. Zum anderen häufen sich aber die Zahlunsverzögerungen. Instbesondere Riga macht da einen ganz schlechten Eindruck. Auch zwei Rückzahlungen haben nicht stattgefunden - obwohl beide schon in der Verlängerung waren. Insgesamt aber noch kein Ausfall.

Auch die beiden britischen Plattformen haben mit kleineren Problemen zu kämpfen. Recht dubios ist die Situation bei ablrate - ein Kredit sollte vorzeitig abgelöst werden, Die Gründe sind nicht so ganz klar, aber anscheinend war die Grundschuld nicht eingetragen worden. Etwa 70% der Rückzahlung hat dann auch stattgefunden, der Rest soll "soon" kommen.
Ähnliches bei moneything. Eigentlich wäre am 30.7. ein Paket mit mehreren Millionen fällig gewesen, auch hier verzögert sich die Rückzahlung "um ein paar Tage".

Alles kein Ding, solange das gut geht. Im Gegensatz zu den deutschen Dilletanten gibt es ja für solche ungeplanten Verlängerungen Zinsen.

So richtig entspannen kann man sich also auch im Hochsommer als P2P-Anleger nicht. Trotzdem kommt regelmäßig Geld herein - jeden Tag. Das ist doch auch was schönes.

Dienstag, 25. Juli 2017

Estatguru bleibt ausfalllos

Wie angekündigt ein Update, wie es mit den Zahlungsverzügen bei estateguru weiterging. Kurzgefasst: kein Grund zur Aufregung.

Inzwischen bin ich bei rund 50 Projekten bei estateguru dabei. Ausfall bis heute: 0.  Kredite die im Verzug sind: 7, davon allerdings nur 2 über eine Woche.

Heute kam die Zahlung von 3 Monatsraten von meinem Sorgenkind, bei dem ich schon ziemlich mit einem Ausfall gerechnet hatte, samt Versäumsiszinseszinsen (7ct).

Nächster kritischer Termin ist Anfang nächster Woche, ich werde das dann hier als Nachtrag ergänzen.

Insgesamt macht estateguru also einen sehr guten Job. Dass nicht immer alles nach Zahlungsplan gehen kann, liegt in der Natur der Sache. Auch bei einigen Endzahlungen waren Komplikationen aufgetreten - die Lösung besteht meistens in einem neuen Zahlungsplan mit einem Aufschub von 2-3 Monaten. In mehreren Fällen wurde der Kredit dann durch einen neuen abgelöst. Das ist eine faire Lösung, denn jeder kann sich dann überlegen, ob er weiter dabei bleiben möchte oder nicht. Schön wäre noch ein opt-in für die Altanleger.

Die Anlege können sich nun auf der Webseite informieren, ob es Neuigkeiten zu ihren Investitionen gibt. Ob man nun jede automatisch generierte Erinnerungsmail aufführen muss, ist Geschmacksache. Insgesamt aber eine Verbesserung.

Die Rendite beträgt bei mir, weiterhin keine Ausfälle vorausgesetzt, über 11%. Für mit Immobilien besichterte Kredite im €-Raum ist das ein prima Zinssatz. Ich kann also estateguru guten Gewissens weiterhin empfehlen und tue das auch (Link rechts bringt 0,5% Bonus für die Anlagen der ersten 3 Monate).

Die Nachteile sollen auch nicht verschwiegen werden: in der Regel ist das Kapital meist ein Jahr oder länger komplett gebunden. Die Rückzahlung, manchmal auch die kompletten Zinsen, erfolgt dann am Ende der Laufzeit. Zweitmarkt gubt es keinen und es ist auch keiner geplant.
Die Zahl der Kredite ist weiterhin nicht allzu hoch, so muss man oft zwei Wochen oder länger auf eine neue Anlagemöglichkeit warten.

Nachtrag (29.7.) Beide diese Woche nach bereit erfolgter Zahlungshinausschiebung zur Abbezahlung fälligen Kredite haben (kommentarlos) nicht bezahlt. Wer bei estateguru anlegt, sollte deine Geld also nicht zu fixen Zeitpunkten fest einkalkulieren. Andererseits gibt es auch immer wieder vorzeitige (Teil)rückzahlungen.

Bei meinen bis 7/16 vergebenen 33 Krediten sieht damit die Bilanz so aus: 26 haben zurückbezahlt, 4 waren noch nicht fällig (davon sind 2 klassische Ratenkredite, die also im wesentlichen abbezahlt sind) und 3 kämpfen und haben verlängert. 

Samstag, 15. Juli 2017

Bondora - ein halbes Jahr Trading-Bot

Mittlerweile ein halbes Jahr läuft bei mir ein ständiger An- und Verkauf von kleinen Kreditanteilungen, weitestgehend automatisiert. Zeit mal einen vertieften Blick darauf zu werfen.

  • Es gibt mehrere Gründe Kredite auf dem Zweitmarkt zu kaufen. Man kann ein (subjektiv) besseres Portfolio aufbauen oder man kann traden. Die Stregien unterscheiden sich ein wenig. Beim Traden liegt der Gewinn hauptsächlich im Einkauf, denn das zu erzielende Aufgeld ist sehr begrenzt. Die Qualität der Kredite ist hingegen nicht so wichtig, solange man sie gut wieder zu einem höheren oder im Notfall zumindest zum gleichen Preis verkaufen kann. Und zwar am besten vollständig.
  • Micromanagen von Anteilen unter 5€ ist zu aufwendig. Das muss sehr weitgehend automatisch ablaufen.
  • Beim Traden muss die Liquidität erhalten bleiben. D.h. die Haltezeit sollte z.B. deutlich unter einer Woche liegen. Das Aufspüren und Kaufen von Krediten ist absolut zeitkritisch, der Markt sehr eng.
  • Beim Anlegen ist das anders. Hier ist auch eine etwas höhere Kaufpreis akzeptabel, wenn der Kredit einen vergleichsweise höheren Zinssatz und eine excellente Zahlungsgeschichte bietet. Und Liquidität will man ja gerade vermeiden.

Von daher gibt es von meinem Zweitmarktbot auch zwei Versionen. Während ich selbst im Moment noch überwiegend auf's Traden setze sind vier weitere Anlager eher im Anlegemodus unterwegs.

Meine Erfahrungen
  • Funktioniert grundsätzlich. Allerdings muss man damit rechnen, dass nur etwa 80% der Anteile tatsächlich verkauft werden. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ich nicht vor dem Zahlungstermin radikal rausschmeißen soll. So bleiben halt doch orange und rote Kredite, die die Bilanz belasten. Schließlich betreiben die Käufer bei mir auch Cherrypicking. Im Herbst werde ich das Glattstellen mal testen.
  • Skalierbar ist das nicht. Ich schäze mal, dass mehr als 5-10€/Tag Gewinnspanne vor Ausfällen nicht möglich ist. Bei etwa 300-500€ Umsatz. Der Markt ist hart umkämpft. Und verkäufliche Kredite mit Abschlag sind nur sehr selten zu ergattern, vielleicht 1-2 pro Tag.
  • Ein bisschen Anlegen tue ich natürlich auch. 
  • Im Schnitt beträgt meine Liquidität etwa 300€. Das schwankt zwischen 0 und 1000€. Wenn der Bot mal ausfällt sammeln sich nach einer guten Woche auch mal 3000€ an.
  • Ich habe inzwischen deutlich über 1000 Anteile im Verkauf, fast alle sind unter 25€.
Von den Anlegern die außer mir den Bot nutzen habe ich bislang sehr positive Rückmeldungen bekommen. Anscheinend scheint es genug Angebote zu geben und die sind nicht ganz so zeitkritisch. Allerdings würde sich das ändern, wenn hunderte von Anlegern auf diese Weise investieren, es sei denn sie suchen sich unterschiedliche Nischen. Ich werde das im Auge behalten. Ob die nach starker Filterung vermeidlich  hervorragenden Anteile sich am Ende auch so gut halten wird man sehen müssen. Auf jeden Fall spart ein Bot sehr viel Zeit um zum selben Ergebnis zu kommen wie beim händischen Heraussuchen.

BTW: Die Idee im dem Firefoxplugin ist jetzt drei Jahre alt. Sie kam von "Biertrinker" aus dem p2p-Forum und hat mir ein neues Hobby beschert. Programmieren ist irgendwie nie am Ende :)

Montag, 10. Juli 2017

Funding circle versucht sich in Transparenz

Funding Circle (ehemals Zencap) und Transparenz ist schon seit langem zu einer Art running gag in P2p-Insiderkreisen geworden. Schließlich betont man immer wieder die Wichtigkeit dieser Eigenschaft gegenüber seinen Anlegern, passieren tut jedoch nichts. Oder jedenfalls nicht viel mehr als buzzwords.

Auch heute hat mal wieder jemand einmal heftig ins Fettnäpchen getreten. Seit ungefähr 1,5 Jahren verspricht man bei FC ja hartnäckig, man würde "zeitnah" Statistiken veröffentlichen die beweisen, wie ertragreich das Anlegen bei FC doch ist.

Viele Worte, wenig Taten. Umso überraschender, dass heute mal Ernst gemacht wurde:

Hier sind sie: https://www.fundingcircle.com/de/statistiken - die Zahlen sind zusammengefasst seit Start im März 2014 und werden quartalsweise aktualisiert. Wir starten wie angekündigt mit dieser vereinfachten Form und wollen Schritt für Schritt weitere Informationen hinzufügen.
Quelle: Jakob Carsten, Mitarbeiter von FC in http://www.p2p-kredite.com/diskussion/offizielle-performancestatistiken-zu-funding-circle-t4993,start,15.html

Und tatsächlich waren da Statistiken zu sehen. Aus dem Gedächtnis (s.u.) ca. 65 Mio finanzierte Kredite seit 2014, ca 40% zurückbezahlt und 6% ausgefallen. Von den noch in Rückzahlung  befindlichen Summen weitere ca. 6,5% im Zahlungsverzug. Das alles bei etwa 8,1% durchschnittlicher Zinsrate (vermutlich vor Gebühren).
Ausfälle rund 4 Mio und bezahlte Zinsen nur wenig mehr.

Abgesehen von der Aussagekraft solcher aufsummierten Daten (Kredite die erst seit wenigen Wochen laufen können noch nicht ausgefallen sein, die Prozentzahl sagt also nur, dass es erhebliche Ausfälle gibt) sind das Zahlen, die mir kalte Schauer über den Rücken jagen. Zwar ist es nicht zulässig, die Ausfallrate einfach von der Zinsrate abzuziehen, da die Zinsen ja über mehrere Jahre gezahlt werden. Allerdings aber auch nur für das jeweils ausstehende Kapital.

Auf den ersten Blick kann es gut sein, dass das eintritt, was ich lange schon mutmaße: der durchschnittliche Anleger macht bei FC Verlust. Zumal FC auf der Statistikseite selber einräumte, dass mit einer Rückzahlung nach über 3 Monaten Zahlungsverzug wohl nicht mehr zu rechnen ist. Und das geht ganz schnell! Vor allem bei dem Eifer, den man beim Eintreiben an den Tag legt...

Anscheinend wurde diese Offenheit dann doch irgendjemand bei FC zu heiß. Die Seite war nicht mal eine Stunde lang online. Seitdem sieht man unter diesem Link nur noch


zu lesen. Klar, eine kleine technische Panne. Oder müssen die Daten doch noch mal neu aufbereitet werden? Damit man nicht gleich erkennt, dass man hiervon besser die Finger lässt? Lassen wir uns überraschen. FC und Transparenz, wie gesagt immer einen Lacher wert.

Update: Inzwischen sind neue Statistiken online. Diese beweist meine Behauptung, dass der durchschnittliche Anleger bei zencap mit Verlust aus der Sache herauskommt.

Eine Trendwende sehe ich seither ehrlich gesagt nicht. Alles ab 2. HJ 16 ist viel zu neu, als das eine Aussage möglich wäre. Und das erste HJ 16 hat auch eine erbärmlich Rendite - wobei da durchaus noch mit weitere Ausfällen zu rechnen ist.

Eine Aufschlüsselung nach Ratings sucht man vergeblich. Und das ist mein Hauptkritikpunkt: wenn man Anlegern A+ - Ratings anbietet, dürfen davon nicht 20% ausfallen. Genau das ist aber mein Eindruck.
Gemäß FCs Definition sind bei mir über 10% ausgefallen und das obwohl ich über 80% in den Ratingklassen B oder besser investiert habe. Die bezahlten und noch zu erwartenden Zinsen decken das nicht ab. Falls nichts mehr ausfällt und ich die Boni mit einberechnet die es am Anfang mal gab, komme ich am Ende zu +-0 heraus.
FC gibt mein "jährliches Renditepotential" übrigens immer noch mit 4% an. Soviel einmal mehr zur Transparenz.

Es gibt eindeutig bessere und risikoärmere Anlagen. Z.B. Staatsanleihen aus Venezuela :)