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Sonntag, 15. Oktober 2017

Handel bei Bondora - Auswertung 2017

Hallo zusammen, heute möchte ich mal etwas tiefer hineinsehen, was meine Aktivitäten im aktuellen Jahr mir so eingebracht haben. Ich verwende zur Auswertung zunächst ausschließlich mein Tool BoxOfBondora.

Was habe ich gekauft, das noch im Depot ist?

Dazu muss man auf MyInvestment einfach das Kaufdatum einschränken. Bei mir als (geschätzt) Bought 285 - __ days ago.


 Von der Gesamtsumme war ich ehrlich gesagt etwas überrascht. Auch von dem ausgefallenen Anteil, auf den ich weiter unten nochmal zurückkommen werde. Insgesamt habe ich über 10% bein Einkauf Rabatt bekommen, und nicht allzuviel an Zinsen und Tilgung erhalten. Das liegt auch daran, dass ich viele Anteile noch nicht lange besitze.

Sehen wir uns die Verkäufe in der selben Zeit an: Sold - mit der gleichen Suchoption.



 Das sieht zunächst einmal so aus, als hätte ich eher die schlechten Kredite behalten. Allerdings habe ich z.B. mehr ausgefallene Kredite (absolute Summe) verkauft als behalten. Auch hier weitere Erträge an Zinsen und Verkaufsgewinnen.

Jetzt wird es spannend: wie lief der Intradayhandel? Dazu muss ich unter MyInvestments einen neuen Strip-Button definieren:
Wie so oft, der erste Versuch geht schief. Bis mir klar wird, dass die Daten bis zur Hundertstelsekunde aufgezeichnet werden. Und so schnell ist mein Verkauf dann doch nicht. Muss man also etwas großzügiger sehen:

 Das heißt, der Verkauf muss vor dem Kauf + 1 Tag liegen. Das klappt dann auch wie erwartet.


Die Tabelle (Stats -sold) zeigt mir an, dass ich auf diese Weise rund 500 Euro auf dem Zweitmarkt und 34€ mit auf dem Erstmarkt gekauften Anteilen verdient habe. Die Zinsen, die ja genau zwischen Kauf und Verkauf gezahlt wurden, spielen erwartungsgemäß keine Rolle. Ab März finden fast alle diese Aktionen vollautomatisiert statt.

Das Analyseprinzip ist also das Folgende:
Zunächst einmal gilt es aus allen Anteilen die herauszufiltern, die mich interessieren. Das geht in zwei Stufen. Erstmal in der Datenbankanfrage an Bondora (über GUI oder Suchstring), dann darin nocheinmal dezidierter über die Strip-Buttons. Die verbleibenden Anteile kann ich als Kuchen darstellen lassen oder nach Verkaufsgewinnen auswerten.

Zurück zu den ausgefallenen Krediten. Wieviele von diesen habe ich schon im "roten" Zustand gekauft? Kriterium ist diesmal Ausfalldatum < Kaufdatum. Leider liefert Bondora auf diesem Weg das Ausfalldatum nicht. Einzige Information ist "LatestDebtManagementDate" und das wird bei jedem Mahnschritt neu gesetzt. Um diese Information zu erhalten, gibt es nur den doch eher komplexen Weg über Datenexport, den ich unter http://p2p4oktaeder.blogspot.de/2015/04/bondora-exportdaten-auswerten.html einmal beschrieben habe. Ärgerlich ist auch hier, dass Bondora regelmäßig die Bezeichnung der Datenfelder ändert und auch die Datensätze als solche nicht zu 100% konsistent sind.

Das könnte dann in etwas  aussehen.
Interpretation: von den etwa 5400 defaulted loans, die 2017 gekauft worden sind und noch im Bestand sind, waren etwa 1500€ schon "rot" gekauft worden. 180€ wurde aus 2017 gekauften roten Krediten per recovery zurückgewonnen. Der Verkauf solcher Anteile brachte einen minimalen Verlust ein. Allerdings scheinen die Zahlen nicht ganz zu stimmen. Das genaue Einstellen der Parameter ist jedoch recht schwierig. Die Spalte "Gewinn" scheint mir vertrauenserweckender als die "Sold", wo ich ziemlich tricksen musste.

Das wiederum sind die Anteile, die erst nach dem Kauf ausgefallen sind.

Wer mitrechnet wird feststellen, dass die Zahlen nicht ganz aufgehen. Das liegt daran, dass die unteren beiden Tabellen nur im Zweitmarkt gekaufte Anteile enthalten. Auch muss man eingesetztes Kapital und ausstehendes Principal klar auseinanderhalten, da ich rote Anteile ja i.d.R. mit 50% oder mehr Rabatt kaufe.

Letzter Punkt: wie sieht das mit auf dem Erstmarkt gekauften aus?


Die meisten ausgefallenen waren spanische HR-Kredite, die ich rechtzeitig und oft mit Gewinn verkauft habe. Und was man klar sieht - recovery braucht seine Zeit. Da geht erstmal so gut wie gar nichts.

Das mal als ein paar Beispiele einer Datenanalyse.

Samstag, 30. September 2017

Bondora Q 3/17

Wenig spektakuläres gibt es über meine Bondoraanlagen im ablaufenden Quartal zu berichten. Aber wie so oft, no news are good news.

Wie schon öfter angedeutet, ist meine Strategie seit diesem Jahr ein heftiger Zweitmarkthandel. Praktisch alles, was ich einkaufe, landet sofort wieder als Angebot auf dem Zweitmarkt, in der Regel natürlich zu eine höheren Preis. Dabei geht der Kauf wie auch das Einstellen zu 90% automatisiert. Die Verkaufspreise sind zudem so eingestellt, dass die (für mich) interessanteren Kredite ein höheres Aufgeld erhalten, so dass entweder der Profit steigt oder aber eine Positivselektion die Qualität meines Portfolios anhebt. Was dieses auch stark nötig hat. Zwar bauen sich sehr sehr langsam die Anteile der ausgefallenen Kredite ab (das würde noch schneller gehen, wenn ich nicht ab und an potenzielle Schnäppchen nachkaufen würde), insgesamt möchte ich aber zumindest unter die 50%-Marke.

Bondora hat in diesem Quartal zwei positive Neuerungen eingeführt:
  • Über Portfoliomanager pro kann man jetzt die Gebote auf dem Erstmarkt einigermaßen steuern. Selbstverständlich bietet mein Erstmarktbot noch bessere Einstellmöglichkeiten, trotzdem ist das eine sehr gute Änderung. Allerdings nutze ich den Erstmarkt praktisch überhaupt nicht mehr, da der Zweitmarkt die freiwerdende Liquidität komplett aufsaugt.
  • Nach viele Jahren wurde endlich die Möglichkeit geschaffen, Angebote auf dem Zweitmarkt bei eintreffender Zahlung oder Restrukturierung automatisch zu canceln. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten scheint das auch zu funktionieren.
Was bedeutet das für meine Anlagestrategie? Zunächstmal gefällt mir die Umsetzung nicht wirklich. Denn die Angebote werden auch bei Teilzahlungen gestrichen, was zumindest bei den orangen Krediten nicht meiner Logik entspricht. Trotzdem kann ich damit deutlich besser leben als ohne die Funktion. Schließlich habe ich knapp 2k Anteile im Verkauf, und jede Autoatisierung ist ein Vorteil.

Generell kaufe ich praktisch nur Anteile ohne Aufschlag und verkaufe mit 1-3%. Das generiert pro Tag im Schnitt zwischen 3 und 5€ Gewinn - abzuziehen sind davon allerdings etwaige faule Eier, die bei mir hängenbleiben. Etwa 1/3 meiner Einnahmen kommen aus Handesaktivitäten, 2/3 durch Zinsen. Ich strebe eine Rendite nach Steuern von 8-10% an und das ist wirklich nicht schlecht.


Wie immer ist natürlich interessant, was bringt die besten Ergebnisse. Das Ergebnis ist wenig erstaunlich: bei mir sind es die Bonitätsklassen E und C, knapp dahinter B und dann D. AA/A hat einfach zu geringe Zinssätze und lässt sich allenfalls mit einem 1%igem Aufgeld verkaufen. F und HR (beide gibt es in Estland nicht mehr) wiederum fallen zu oft aus und führten in diesem Jahr zu negativen Verkaufsergebnissen (ich habe allerdings auch hoffnungslose Altinkassofälle aus steuerlichen Erwägungen abgestoßen).

Schlechte Zahler rechtzeitig abstoßen ist auch ein wichtiger Punkt. Ich habe daher ein Tool BoxOfBondora so angepasst, dass notorische Spätzahler leicht zu erkennen sind. Zumm Glück kann man immer noch alles "grüne" zumindest unter 25€ Anlagesumme sofort zu pari wieder loswerden. Das mache ich weiterhin händisch, aber nicht jeden Tag.

Eine bessere Strategie wäre es, ausschließlich auf stark rabatierte "grüne" Kredite zu setzen. Problem dabei ist allerdings, dass sich so kaum Umsatz generieren lässt. Und irgendwelche Füchse habe da einach noch schnellere Bots geschrieben als ich selbst... An der Grafik oben sieht man, dass sich diese Möglichkeiten stark reduziert haben. Und etwa die Hälfte der rabatieren Kredite sind wie gesagt händisch gekaufte "rote" Anteile.

Freitag, 29. September 2017

Gearbest Schnäppchen

Gearbest hat gerade ein paar Sonderaktion, wo man mit entsprechenden Codes zu richtig guten Endpreisen kommt. Gerne stelle ich euch die Codes und Links zur Verfügung.

"Von heute bis 04.10.2017 ist es der Nationalfeiertag in China. Also haben wir für Sie einige super Coupon vorbereitet. "
Wie immer gilt: Wenn weg, dann weg.

https://www.gearbest.com/?lkid=10914858 (für alle Produkte in Gearbest)
coupon: GBNationalD
Rabatt: 9% OFF
3000 mal einlösbar bis 04.10.2017

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500 mal einlösbar bis 04.10.2017

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1000 mal einlösbar bis 04.10.2017


Dienstag, 19. September 2017

P2P Desillusion

Und zwar in jeder Hinsicht.

  • Es ist schon lange nicht mehr so, dass es der nette Kredit "von Mensch zu Mensch" ist. Einfach eine weitere Anlageform, bei der Risiken gebündelt und dann als vermeindlich besser angeboten werden.
  • Insbesondere die deutschen Plattformen schneiden katastrophal ab, was Technik und Umgang mit den Anlegern angeht, Und zwar durch die Bank. Da werden Risiken kleingeredet, Statistiken zurechtgebogen, Zahlungsschwierigkeiten verschwiegen, Bonitäten vorgegaukelt und am Schluss ist keum eine schwarze Null zu halten. Vor Steuern.
  • Der Begriff p2p wird als Aushängeschild missbraucht, wenn es um simple Refinanzierung von fintec-Startups geht. Die das Geld der Anleger zu absoluten Wucherzinsen an Kleinkreditnehmer weitergeben. BuyBack, eine Pseudogarantie, die nur solange greift, wie das Unternehmen selbst genug Liquidität generiert. Und im Fall der Fälle sich in Luft auflöst. Dann sitzt man - im besten Fall - auf hunderten von Kleinstforderungen an notorisch klamme Kreditnehmer irgendwo in der Ukraine oder Bulgarien oder sonstwo.
  • Eine Plattform ohne Ausfälle gibt es nicht, auch wenn die Statistik anderes verspricht. Oft wird das Ausmaß der Abgründe durch kontinuierliches Umfinanzieren vertuscht.
  • Sicherheiten sind nur Sicherheiten, wenn sie sicher sind. Das ist längst nicht immer so. Da lösen sich Container in Luft auf, zugesicherte Grundbucheinträge existieren nicht etc.
  • Personen als Bürgen sind einfach nur eine Lachnummer. Wer Unternehmen finanziert, muss sich im klaren sein, dass es stets die mit absoluter Finanzierungsnot sind. Banken haben Geld ohne Ende. Da werden sie den absolut soliden Mittelständler nur selten abweisen.
Problem ist natürlich wie immer die Liquiditätsschwemme gepaart mit Gier und Naivität der Anleger. Da muss ich mir als p2p-Plattform keine große Mühe geben. Ich schreib da einfach mal 12% XIRR erwartet hin und warte, wie sich die Kassen füllen. Auf den ersten großen Ponzi-Fall warte ich ja.

Naja. Ich habe die letzen Jahre keine soo schlechten Renditen eingefahren, insbesondere zum 0% Tagesgeldkonto. In einer andere Zinslandschaft sehe ich aber für wenige Plattformen ein tragbares Geschäftsmodell. Ich werde in Zukunft sehr viel genauer hinsehen und würde gerne in andere Anlageformen umschichten. Fragt sich nur in welche. Die digitalen Währungen sind mir z.B. auch zu suspekt um da mehr als eine dreistellige Summe reinzustecken. Was zugegeben ein Fehler war. Aber keiner, der mich Geld gekostet hat. Entgangene Gewinne schon. Das tut aber nicht so weh wie vorher durch ehrliche Arbeit verdientes Geld zu verlieren. Komisch eigentlich.

Samstag, 16. September 2017

Aufgestockter Bonus für Estateguru Neuanleger

Neuanleger, die sich über einen Werbelink anmelden, bekommen für ihre Anlagen in den ersten drei Monaten 0,5% Cashback. Im Moment - bis Ende September - ist dieser Bonus erhöht worden:

Starting today, until the end of September, we offer a 1% referral bonus from every new investor's investments, that you bring to invest in EstateGuru's loans.And even better - the same applies for your referred investor as well - meaning you both get 1% extra from your friend's investments until 30th September 11:59 PM. 

Ob es jetzt 1% oder insgesamt 1,5% sind verstehe ich selbst nicht so ganz. Anyway.
Grund ist wohl, dass estateguru gerade sehr viele neue Kredite auf den Markt bringt, die finanziert werden müssen. Für den Anleger ist das allerdings auch eine Chance, seine Anlage auf mehrere verschiedene Kreditnehmer zu verteilen.
Denn auch wenn bisher von über 100 Krediten kein einziger ausgefallen ist, sind doch einige hart daran vorbeigeschrammt. Was nicht bedeutet, dass dadurch auch der Anleger zu Schaden käme - schließlich steht hinter jedem Kredit auch eine Immobilie die das Kapital absichert.
Und Zinsen von 10% und mehr bedeuten natürlich immer ein Risiko, dass man an sein Geld zumindest nicht zumm geplanten Zeitpunkt wiedersieht. Wem das klar ist, kann bei estateguru weiterhin eine attraktive Geldanlage finden.
Das Bonusangebot gilt leider nur für Neuekunden.