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Montag, 20. März 2017

Bondora auf Autopilot

So, ein weiteres Puzzlestückchen an meinem Bondorasystem ist vollbracht. Nachdem der Zweitmarktbot besser funktioniert als erwartet, tat sich ein neues Problem (?) auf: er kauft einfach zuviel :)
Hauptsächlich sehr kleine Anteile mit einem Restwert zwischen 2,5 und 4,5€. Meist B loans, mit Zinsraten von 14-17,5% und einigen bezahlten Raten. Also durchaus Anteile, die man mit 1-2% Aufgeld zeitnah wieder verkaufen könnte. Aber lohnt das den Aufwand? Wegen 3-8ct? Eher nicht.

Also habe ich mich dazu entschlossen, auch das Verkaufen zu automatisieren. Jetzt wird also noch alle 10 min geprüft, ob neue Anteile hinzigekommen sind und diese nach Prüfung von Bonität und zu einem fairen Preis eingestellt. Die Rendite ist im Schnitt immer noch höher als auf dem Erstmarkt und die Anteile haben eine gute Zahlungsgeschichte.

Warum ich die überhaupt verkaufe? Hauptsächlich um Liquidität für neue Käufe zu generieren. Schließlich will ich nicht ständig neues Kapital nachschießen und die rund 1000€/Monat an regulären Rückflüssen reichen nicht lange.

Auch verkauft sich nicht alles so schnell, so dass genügend Anteile im Depot verbleiben. Auch habe ich den Verkauf auf Anteile unter 15€ eingeschränkt.

Mal sehen, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Das Einstellen funktioniert jedenfalls.

Dienstag, 14. März 2017

Lendico versinkt im Chaos

Seit letzter Woche geht wenig bei lendico. Erst war das Einloggen nicht möglich, nun scheint man große Wartungsarbeiten vorzunehmen. Das hat Konsequenzen für die Anleger.

  • Absolutes Chaos im Dashboard. Verschwundene Anteile, falsche Anzeigen, verschwundene Buchungen.
  • Abbuchungen werden nicht ausgeführt, man kommt nicht an sein Geld.
  • Auszahlungen werden nicht vorgenommen.

Natürlich kann es Situationen geben, bei der der Zugriff eingeschränkt werden muss. Lendico geht aber wie gewohnt arrogant und ignorant vor. Ganz wie man es von RocketInternet gewohnt ist.

  • Eine Information der Anleger erfolgte weder vorab informiert noch jetzt, wo abzusehen ist, dass es noch eine Weile dauert bis sich alles wieder einrenkt
  • Auf Anfragen wird schon seit einiger Zeit nicht geantwortet. Das geht gar nicht.
  • Bei telefonischen Anfragen wird man abgewürgt. Und das ziemlich unfreundlich. "Ja wir haben Wartungsarbeiten. Dauert mindestens noch bis Ende der Woche.
Wie es an alter Spruch sagt, Lendico scheint seine Anleger für dumm und frech zu halten. Dumm genug, das Geld bei ihnen anzulegen, frech, es auch noch zurückzuwollen. Und gar unverschämt, weil man gerne noch eine nachvollziehbare Buchungshistorie hätte.

Konsequenz: Rocket Internet wird von mir boykotiert . Ich will mit dieser Firma komplett nie wieder etwas zu tun haben. Egal welche Tochterfirma. So ein Sauladen!

Nachtrag: lendico behauptet zwar heftig, sie hätten eine oder sogar mehrere Mails an die Anleger geschickt, aber nicht nur mich hat bis heute keine erreicht. Anscheinend haben sie nicht mal ihren Mailversand im Griff. Und auf die Idee mal eine Mitteilung auf ihre Webseite zu setzten, ist auch keiner keiner gekommen. Auch heute (donnerstag) und damit seit einer vollen Woche noch Chaos im Dashboard. Wenn ich noch darüber nachgedacht hätte weiter anzulegen, jetzt bestimmt nicht mehr.

Nachtag2 (22.7): Inzwischen kam tatsächlich eine Benachrichtigung. Man hatte es wohl nicht im Griff gehabt, diese auch an alle Kunden zu schicken. Auch über eine Woche später herrscht immer noch Chaos. Immerhin wurde die Märzzahlung (deutlich verspätet und nicht nachvollziehbar) geleistet und ich habe sie sofort auf mein Konto umgebucht. Ich traue lendico im Moment keinen Meter weit.

Sonntag, 12. März 2017

Zwei Jahre Estateguru

Inzwischen habe ich seit über zwei Jahren bei estateguru angelegt. Diese Plattform gehört immer noch zu den wenigen, die ich empfehle (Promolink: 0,5% für alle Anlagen der ersten drei Monate) und viele Anleger sind dieser Empfehlung auch gefolgt (vielen Dank). Zeit für eine Zwischenbilanz und Bewertung.

Bislang hat jede Rückzahlung anstandslos geklappt, es wurden sogar die meisten Kredite vorzeitig abgelöst. So habe ich mittlerweile 24 zurückbezahlte Kredite (knapp 4000€ oder ein Drittel meiner Anlagen) mit einer durchschnittlichen Rendite von gut 12%, knapp einen Prozentpunkt höher als der vereinbarte Zinssatz (bei vorzeitiger Rückzahlung macht man manchmal etwas Gute). Das kann sich wirklich sehen lassen und es gibt soweit nichts zu beanstanden.

Die laufenden Kredite nerven zum Teil etwas. Nicht jeder Kreditnehmer nimmt seinen Zahlungsplan so richtig ernst, so dass die Zinsen schon häufiger mal ein paar Tage oder Wochen zu spät bezahlt werden. Zwar hat das in der Praxis keine Auswirkung auf die Gesamtrendite (und ein wenig Geld liegt meist sowieso ungenutz auf dem estateguru-Konto), aber die nicht sichtbaren Konsequenzen stören schon etwas. Schaut man sich die Kontoauszüge einfach nicht regelmäßig an, kann man das aber wohl vernachlässigen :)

Da alle Kredite durch entsprechende Immobilien abgesichert sind, hält sich das Risiko in Grenzen. Bislang ist auch noch kein Fall bekannt, wo zu Zwangsmaßnahmen gegriffen werden musste.

Wie bei jeder Anlage, empfiehlt es sich nicht zuviel auf eine Karte zu setzen und die Einlagen in möglichst viele Kredite zu streuen. Ich habe nie mehr als 5% in einen einzelnen Kredit investiert, so dass mich selbst ein Ausfall nicht allzu hart treffen würde.

Anlagemöglichkeiten sind immer mal wieder verfügbar, im Schnitt würde ich sagen 2-4 pro Monat, in der letzten Woche waren es alleine 4 oder 5. Manche sind Fortschreibungen bereits geführter Kredite.

Über neue Kredite wird man per Mail benachrichtigt. Je nach Gesamtsumme und Attraktivität kann es sein, dass der Kredit bereits nach kurzer Zeit "ausverkauft" ist. Nur bei großen Summen hat man die Zeit, neues Geld zu überweisen (die Einzahlung per SEPA ist sehr einfach und hat bei mir meistens am selben, auf jeden Fall aber am nächsten Werktag geklappt. Das hängt von euerer ausführenden Bank ab). Von daher ist ein mittlerer Cashbestand, der ja zuhause auch keine Zinsen bringen würde, empfehlenswert.

Jetzt warte ich auf einige innerhalb des nächsten halben Jahres fälligen Kredite, bei denen auch die Zinsen erst am Laufzeitende ausbezahlt werden. Wenn diese alle pünktlich zurückzahlen, werde ich mein Anlagevolumen nochmals deutlich aufstocken. Im Moment habe ich das erste mal Geld abgezogen, um zu sehen wie das klappt (gut) und ein bisschen ein Zeichen zu setzen, dass man sich doch mehr um die unpünktlichen Zinszahler kümmern soll. Da ich da wohl nicht der einzige war, mal sehen ob das etwas bringt.

Estateguru ist für mich eine echte Alternative zu swaper, twino und Co, weil man ziemlich streßfrei investieren kann und die Zinssätze auch für den Kreditnehmer eine echte Alternative sind. Würde man die notorischen Spätzahler noch besser in den Griff bekommen, wäre es für mich, gerade für p2p-Einsteiger, die optimale Anlageplattform.


Donnerstag, 9. März 2017

Warum z.B. Funding Circle so riskant ist

Da denkt man zunächst einmal an eine solide Kapitalanlage mit relativ geringem Risiko: festverzinslicher Ratenkredit an deutsche Mittelstandabetriebe. Bonitätsgeprüft. Mit Bürgschaft. Recht gut verzinst, im aktuellen Umfeld.

Aber Pustekuchen. Die Kollegen zahlen einfach nicht. Und erstmal hat das wenig Konsequenzen. Das scheint sich herumzusprechen. Einfach mal ein bisschen später zahlen - spart Cashflow und, und das ist ein Skandal, zudem auch die Zinsen für diesen zusätzlichen Zeitraum. Bürgen sind praktisch nie in Haftung zu bekommen.

Zitat (Forum)
"Das macht auf mich den Eindruck, dass entweder die Risokoeinschätzungen bei Funding Circle völlig neben der Spur sind, oder, was ich eher glaube, dass einige Firmen, nach belieben sich eine "Auszeit" nehmen, da es bei Funding Circle einem so leicht gemacht wird und es im Moment "angesagt" ist."
Antwort FC, ebenda

"Wir beobachten das sehr genau und prüfen alle Optionen."
  1. Ein Dimenti sieht anders aus.
  2.  Beobachten. Das glaube ich. Ich habe einen Kredit, der sich seit über 400 Tagen (zinsfrei!!) ohne Zahlungen im Verzug befindet. Zwangsmaßnahmen? Fehlanzeige.
Das ist aber noch nicht alles. Schon die Struktur der Anlage bringt ein immenses Risiko mit sich.
Ein Beispiel eines Kredites, der am Ende gerade nochmal gut ging und nun, wenn auch mit Verzögerung, alles zurückbezahlt hat.

Auszahlungsdatum 17.12.2014  
Tilgung100,00 € 0,00 €
Zins 4,98 € 0,00 €
Gesamt 104,98 € 0,00 €
 Letzte Rate (gezahlt mit den 2 vorher fälligen):
24 15.01.2017 26.01.2017 07.03.2017 4,13 € 4,12 € 0,01 €

Das bedeutet aber nun, dass man bis zur Bezahlung der letzten von 24 Raten keinen Gewinn gemacht hat. Also der Ausfall zu jedem beliebigen Zeitpunkt einen Verlust darstellt.
Was wiederum zusammenhängt mit der verhältnismäßig geringen Verzinsung, hier 5,4% (vor Gebühren) für ein A-Rating. Das klingt nach nicht wenig, aber absolut gesehen ist es nicht geeignet, das Risiko auch nur annähernd auszugleichen.

FC ist inzwischen wieder ganz gut im Geschäft, zumindest werden ein Dutzend neuer Kredite aufgeführt und ebenso viele finanzierte aus der letzten Zeit. Ich halte es inzwischen für keine so gute Idee mehr dort anzulegen. Schließlich bin ich nicht der Einzige, bei dem ein deutlich zweistelliger Anteil der Kredite nicht (pünktlich?) zurückbezahlt wird.

Wer dennoch Anleger werden will, kann sich über diesen Link  zumindest einen 50€ Amazongutschein (Bedingungen) holen. Zum Glück habe ich anfangs einige dieser Aktionen mitgenommen, das rettet mir insgesamt die schwarze Null. Aber bitte behauptet nicht, ich hätte euch das empfohlen sondern macht euch vorher selbst schlau.

Dienstag, 7. März 2017

Meine P2P-Anlagen 3/17

So bin ich im Moment investiert:



Plattform
Anlagevolumen XIRR
Bondora
36,7% 16%
Estatguru
13,2% 9%
Ablrate
13,2% 5%
Moneything
10,3% 6%
Swaper
7,3% 11,50%
Twino
7,3% 12%
Mintos
2,2% 11,50%
FC/Zencap
5,9% 0%
Lendico
2,9% 7%
Auxmoney
0,7% 2,50%
Smava
0,1% 5%


Dabei ist bei Estateguru die Rendite eigentlich höher, aber bei einigen Krediten werden die Zinsen erst am Laufzeitende ausbezahlt.

Bei den beiden britischen Plattformen beträgt die Rendite in Pfund knapp 12%.


 Abschreibungen durch faule Kredite sind berücksichtigt, Steuern nicht.